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Assel

Zu den geläufigsten Krebstieren, die häufig als unangenehmes Ungeziefer empfunden werden, gehört die Assel. Weltweit gibt es etwa 1.300 verschiedene Arten, wobei die meisten jedoch die Meere besiedeln. Asseln zählen zu den Krebstieren. Einige Asselarten haben jedoch den terrestrischen Lebensraum für sich eingenommen, um dort an feuchten Orten (unter Steinen, Rinde oder Pflanzenresten) zu leben. Hier zählen die Kellerassel (Porcellio scaber) und die Mauerassel (Onisus asellus) zu den bekanntesten Vertretern.

Die ausgewachsen etwa 16 mm langen Krebstiere, besitzen ziemlich abgeplattete Körper, an deren Kopf sich zwei Fühlerpaare befinden. Ihre für einen Betrachter wellenartig aussehenden Bewegungen beruhen auf den sieben Paar Beinen, welche sich an den freibeweglichen Brustsegmenten befinden.

Kellerassel
Mauerassel

Der Oberkörper der Kellerassel ist schiefer- bis gelbgrau, die Unterseite ist immer hellgrau gefärbt.

Eine gute Unterscheidung zur Kellerassel ist die hellbraune Färbung in Verbindung mit den gelben Flecken, welche sich in zwei Reihen auf der Oberseite befinden. Zusätzlich besitzt sie eine aus drei Gliedern bestehende Fühlergeißel. 

Ihre speziell ausgebildeten Trockenkiemen benötigen eine hohe Luftfeuchtigkeit. Somit bevorzugen sie als Lebensraum sehr feuchte Orte. Diese Vorliebe hat ihnen auch den schlechten Ruf eingebracht, als Ungeziefer in Keller und Wohnräumen Schaden anzurichten. Dabei ernährt sich die Assel hauptsächlich von pflanzlichen Vorräten – im Keller sind daher meist nur kleine Fraßstellen an Gemüse, Kartoffeln oder Obst zu finden. In der freien Natur schaden sie eher, da sie sich hier gerne über Keimlinge und Jungpflanzen hermachen. 

Eine eher nützliche Funktion wie der Regenwurm erfüllen sie auf Komposthaufen, da sie den Boden lockern und umwälzen.

Obwohl sie sehr klein sind, betreiben die Asseln eine ausgeprägte Brutpflege. In einem Jahr sind zwischen einer bis drei Eiablagen möglich. Die Weibchen tragen zunächst die 25-90 befruchteten Eier für 1 ½ Monate, später die frisch geschlüpften weißlichen Larven in einer Art Brutraum auf ihrer Bauchseite mit sich herum. Diese Tasche ist mit Flüssigkeit gefüllt, um den Nachkommen eine optimale Entwicklung zu gewährleisten. Bis zum vollkommenen Auswachsen mit etwa drei Monaten häuten sich die kleinen Asseln mehrmals. Bis dahin unterscheiden sie sich bis auf das fehlende siebente Laufbein kaum von den Elterntieren.

Asseln erreichen ein Alter von ein bis zwei Jahren.
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Text, Fotos, Layout: Chawera



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