Als nahe Verwandte sind sie nur mit den Pferdehufmuscheln (Gattung Hippobus) verwechselbar, die jedoch sehr viel kleiner bleiben. Eine weitere Unterscheidung dieser beiden Muschelarten sind die sogenannten Byssusfäden, diese fehlen bei der Pferdehufmuschel gänzlich. Byssusfäden ermöglichen jungen Muscheln sich im Meeresgrund zu verankern, denn größere Riesenmuscheln bleiben aufgrund ihres Gewichtes später liegen und werden von Korallen überwuchert. Die Farben der Mördermuscheln sind untereinander sehr unterschiedlich. Sie reichen von grün-braun bis violett oder blau. Bei jungen Muscheln ist die Schale oftmals gelb, grün oder rötlich.
Anatomisch gesehen zeigt die Riesenmuschel im Gegensatz zu allen anderen Muschelarten eine Besonderheit auf. Durch eine Drehung ihrer Eingeweide um 180 Grad bei gleichzeitiger unveränderter Lage des Mantels, ist sie nun in der Lage ihre Blutgefäße dem Lichteinfall auszusetzen. Diese Veränderung erfolgte als Anpassung an ihre Ernährungsgewohnheiten, einer Nutzgemeinschaft (Symbiose) mit Algen. Diese Pflanzen werden im Blut, besser in der Homolymphe, in großen Fresszellen regelrecht gezüchtet, und so der Nahrungskette zugeführt. Da Algen ihr größtes Wachstum erst bei großer Lichteinstrahlung entwickeln können, sind die Riesenmuscheln in den flachen Gebieten der Korallenriffe im Pazifik zu finden, wo sie mit Hilfe eines speziellen Organs das Sonnenlicht bündeln und vervielfachen. In dieser Symbiose ist nicht nur die Muschel der Nutznießer, denn die Algen werden von ihr mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen versorgt, und im Gegenzug liefern die Algen ihrem Wirt Kohlenhydrate und zusätzlichen Sauerstoff
Ihre übrige Nahrung wie Plankton leiten die Riesenmuscheln zusammen mit dem Wasserstrudel in ihren Innenraum. Die dort befindlichen Kiemen erfüllen die Funktion einer Art Filters, in dem Teilchen unter einer bestimmten Größe gesammelt werden und durch eine Wimpernrinne dem Mund zugeführt werden.
Die Riesenmuschel hat aber noch einen weiteren Namen "Mördermuschel". Warum sie zu diesem Namen gekommen ist, hat sie ihrem ausgeprägten Helligkeitssinn zu verdanken. Die Riesenmuschel besitzt einen Schließreflex als Schutz vor Feinden wie Fische, Kraken, Seevögel oder Seesternen. Ändern sich die Licht oder Schattenverhältnisse in ihrer Nähe, so schließt sie sich mit großer Kraft. Selbst mit enormem Muskelaufwand vermag es einem durch Zufall in sie gelangten Rifftaucher nicht mehr diesen Haltemechanismus zu lösen. Bisher sind jedoch nicht viele glaubwürdige Fälle dieser Art bekannt.