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Katzenrasse - Maine Coon
 
Die Maine Coon wird als eine heimische amerikanische Katzenrasse betrachtet, die aus den nordöstlichen Gebieten der Vereinigten Staaten und dem nordöstlichen Kanada stammt. Es gibt eine Vielzahl von Geschichten und Erzählungen über diese prächtige Katzenrasse. 

Mit ihrer wilden Schönheit hat diese Katze die Herzen aller Katzenfreunde erobert und ist zu einer der beliebtesten Rassenkatze überhaupt geworden.

 

Legenden, Geschichten und  Überlieferungen
 

Legenden aus früherer Zeit besagen, dass diese robuste Katze - mit ihrem wilden Aussehen, ihrer eindrucksvollen Größe und mit ihrem buschigen Schwanz, der oft mit Ringen gezeichnet ist  - aus Paarungen zwischen einer Hauskatze und einem amerikanischen Luchs entstanden ist. Oder sogar, oft belächelt, dass der erste Vater ein Waschbär (engl. Racoon) war. Obgleich genetisch unmöglich, würde diese Legende den Ursprung des Namens der Rasse erklären. 

Eine weitere Geschichte erzählt von der französischen Königin Marie Antoinette und ihrer Katzenliebe. Vor der unglücklichen Besitzübertragung bei der Französischen Revolution um 1790 plante die Königin mit Hilfe des amerikanischen Kapitäns Stephen Cloughs, zum Hafen von Wiscasset, Maine, zu flüchten. Ein Haus wurde für sie und ihren Hausstand eingerichtet, aber die Königin machte es nie zu ihrer neuen Heimat. Wie die Erzählung besagt, machte Kapitän Clough die Reise nach Amerika in Begleitung der langhaarigen Lieblingskatzen der Königin, um sie vor der Zerstörung durch die Revolution zu schützen. Sie seien also die Begründer der heutigen Main Coon Katzenrassen.

Ebenfalls sehr weit verbreitet ist die Legende von einem Kapitän Maine, der Vorfahren der Maine Coon aus China mit nach Amerika gebracht haben soll, wodurch der Namensursprung der Katze erklärbar wäre. 

Neben all diesen erwähnten Legenden und Erzählungen wird die Herkunft der Maine Coon auch den Wikingern zugeschrieben. Die Wikinger wurden bei ihren Schiffsreisen von Katzen begleitet, die die Lagerräume der Schiffe bewachten und dadurch Schäden durch Nagetiere in Grenzen hielten. Diese Katzen ähnelten sehr der Skogkatt, einer robusten Rasse aus Norwegen. Das Haarkleid und die Mimik der Skogkatt sind denen der Maine Coon Katzen ähnlich. Man glaubt, dass einige der see-erfahrenen Katzen beim Ankern der Wikingerschiffe an Land sprangen und sich mit den heimischen Katzen Amerikas paarten. 
 

Da die Natur die Möglichkeit besitzt, mit reichlichem genetischem Material zu arbeiten, wählt sie für das Leben in der freien Wildbahn die am besten dafür geschaffensten Tiere aus. Die Main Coon Katze wurde von der Natur als größter, klügster und bester Jäger ausgestattet, um die harten Winter von Amerika zu überleben. Diese Katze mit starkem Fundament entwickelte sehr viel Vitalität und Robustheit, welche es ihr ermöglichten, sich durch das schwere berg- und waldreiche Gelände des zerklüfteten Landes zu bewegen. Schwache, leicht gebaute Tiere würden in den stark bewaldeten Gebieten und den harten Witterungsverhältnissen, besonders im Schnee, nicht überleben. Ihr bester Schutz gegen die Widrigkeiten der Natur besteht aber aus ihrem langen dichten Fell, welches sie wie ein halblanger Mantel überflutet. Fähig, Wasser und Schnee aufzufangen und gegen den Wind zu schützen, isolierte der Mantel die Katze während der langen, kalten Winter. Unter dem Bauch ist das Fell kürzer, so dass die Main Coon bei ihren langen Wanderungen durch die eingeschneite Wildnis nicht behindert wird, dafür ist das Haarkleid am Rücken und an den Seiten schwer und zottig.

Geschichte bis heute

Stolz auf ihre schönen, intelligenten Katzen begannen zum Ende des 19. Jahrhunderts ortsansässige Maine-Halter, sich auf Landmessen zu treffen und ihre Tiere in Katzenausstellungen zu präsentieren. Seit 1976 gilt die Maine Coon als anerkannte Rasse der CCA (Canadian Cat Association), wobei sie auch nach anschließenden Exporten nach Europa 1984 zum ersten Mal auf Ausstellungen vorgestellt wurde. 
Zur Zeit erfährt diese Katzenrasse eine unvorstellbare Woge an Popularität.
Maine Coon kommen in einer Vielfalt von Farben und Mustern vor, aber vielleicht am wohlbekanntesten ist die braune Tabby. Daneben gibt es noch Red, Blue, Tabby Bronched, Mackerel, Spotted oder Cream. Nicht anerkannt sind Farbschläge eingekreuzter Rassen wie zum Beispiel Point, Cinnamon oder Birma-Zeichnungen. Es existiert eine solche Vielfalt an Farben, dass jeder Katzenfreund eine Katze finden kann, welche seiner bevorzugten Farbe entspricht. 

Aussehen und Besonderheiten

Einige Main Coon Katzenliebhaber glauben, sie sei unter allen reinrassigen Katzenrassen die größte. Bis die Main Coon zu ihrer eindrucksvollen Größe herangewachsen ist und sich ihre hervorragende Persönlichkeit voll gefestigt hat, hat sie ein Alter von drei bis vier Jahren erlangt. Dann bringen ausgewachsene Männchen bis zu 13 kg und die proportional kleineren Weibchen bis zu 9 kg auf die Waage.
 

Der recht große Kopf der Maine Coon ist gekennzeichnet durch hohe Backenknochen, ein kräftiges Kinn und eine quadratische Nase. Im Profil zeigt ihr Gesicht einen sanften konkaven Hang. Ihre ausdrucksvollen Augen sind oval, jedoch nicht mandelförmig, es sind alle Augenfarben möglich, wobei jedoch grün, gold, manchmal auch kupferfarbig überwiegen. Bei sehr hellen, weißlichen Exemplaren können sie auch blau sein. Die großen aufrecht getragenen Ohren sind an der Basis breit und spitzen sich wie bei einem Luchs zu einem Haarbüschel zu. Die großen Ohren waren besonders in der Wildnis nützlich, wo nur die überlebten, die die Richtung einer drohenden Gefahr schnell erkannten oder hörten, wo sich Nahrung befand. 


 

Eine der eindrucksvollsten Eigenschaften der Maine Coon Katze ist ihr Schwanz. Da dieser gleichlang mit dem Körper ist, kann die Maine Coon diesen beim Ausruhen gebrauchen, um ihren Kopf, Gesicht und Schultern zu bedecken, dort wo der Pelz spärlich ist. Andere Tiere aus nördlichen Ländern, wie zum Beispiel die Schneefüchse, haben ähnliche Eigenschaften. 

Jeder Katzenfreund, der ein miauen proportional zur Größe der Katze erwartend, wird über ihre charakteristische Stimme überrascht sein, welche durch ihre spitzen Vokale an das Trillern eines Vogels erinnert.

Charakter

Sanft und liebevoll aufgezogene Maine Coon sind ausgezeichnete Haustiere und werden meist als volle Familienmitglieder angesehen. Liebhaber der Rasse erzählen von einer Geschichte über eine Maine Coon, die ihre Familie vor dem Verhungern rettete, indem sie in eisigem Wasser Fische angelte und diese der Familie brachte, während der Hausherr im Krieg fort war. 
 

Die Maine bleibt lebenslang ein verspieltes Kätzchen, sie zieht alle Familienmitglieder, einschließlich Hunde, in ihre Verfolgungs- und Versteckspiele mit ein. Die Katze liebt ihre Menschen sehr, fremden Personen gegenüber ist sie aber zurückhaltend. Mains mögen es nicht besonders, auf den Arm genommen und ausgiebig gehätschelt zu werden. Die Katzen bevorzugen, AUF Ihnen oder in Ihrer Nähe auf einem Teppich oder Sofa zu sitzen. Wenn die Katze selbst entscheidet, dass sie Aufmerksamkeit jedoch will, verlangt sie, verhätschelt zu werden. Sie können sehr erfolgreich erzogen werden, um mit einem Katzengeschirr spazieren zu gehen. Zugang zum Freien sollte ihr möglichst in einem vollständig mit Bäumen und Sträuchern eingegrenzten Garten gewährt werden. 

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