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CAO DE AGUA - 
DER PORTUGIESISCHE WASSERHUND
CAO DE AGUA - DER PORTUGIESISCHE WASSERHUND

Der portugiesische Wasserhund ist eine heute sehr seltene Hunderasse, da sein ursprünglicher Einsatz als Helfer und Begleiter der Fischer an der Algarve durch die Reduzierung der Küstenfischerei nicht mehr benötigt wird. Der Cao de Agua wird heute als Familienhund und sportlicher Partner geschätzt. Weltweit wird seine Zahl auf ca. 1.000 Hunde geschätzt, mit gleich bleibender Tendenz.


Geschichte

Vor hundert Jahren war der Cao de Agua an den Küsten Portugals, vor allem aber an der Algarve eine weit verbreitete Hunderasse. Für die Fischer war er ein zuverlässiger und einsatzfreudiger Arbeitsgefährte. Durch die technische Entwicklung wurden nicht nur viele Fischer arbeitslos, sondern auch die Hunde. Zeitgleich mit dieser Entwicklung wurde der Cao de Agua immer seltener. Die Fischer brauchten die Hunde nicht mehr. So war es nur logisch, dass diese Hunderasse fast ganz von der portugiesischen Bildfläche verschwand.

Cao de Agua - der Arbeiter

Der Wasserhund galt bei der Mannschaft des Fischerbootes als vollwertiges Mitglied. Seine Aufgabe bestand vor allem darin,  Fischschwärme ins Netz der Fischer zu treiben. Der Cao de Agua konnte problemlos längere Distanzen im Wasser zurück legen. So nutzten ihn die Fischer auch als Kurier zwischen den Fischerbooten, oder zwischen dem Boot und dem Festland. Waren die Fischer im Hafen, setzten sie den Hund als Wachhund ein. Dass die Fischer den Cao de Agua schätzten, zeigt sich in der Entlöhnung. Dem Hund stand bis zur Hälfte des Anteils eines Fischers zu. 

Bereits die Römer kannten die Cao de Agua

Bereits zu den Zeiten von Kaiser Augustus (63 v.Chr.-14. n Chr.) kannte man offenbar den Cao de Agua. In Fresken und Statuen wurde dieser Wasserhund festgehalten. Die Römer nannten ihn damals "canis leo" – den Löwenhund. Diesen Namen bekam er durch seine heute noch übliche Schur. Die Ähnlichkeit mit einem Löwen ist unverkennbar.
Der Ursprung dieser Hunderasse ist bis heute unbekannt. Es gibt zwar Theorien, diese aber näher zu erläutern wäre nicht ganz seriös, denn gefestigte Grundlagen gibt es dafür nicht. Sicher ist nur, dass seine Besitzer meistens einfache, ärmere Leute waren, deren Geschichte kaum dokumentiert ist.


Der Cao de Agua heute

Seit Ende der siebziger Jahre - das ist kurz nach der portugiesischen Revolution (1974) - wird diese Rasse wieder vermehrt gezüchtet. Heute wird er vor allem aus Spaß von portugiesischen Familien gehalten. Vereine führen auch Züchterprüfungen durch, bei denen der Hund ins Wasser geschickt wird. Den einstmaligen Stellenwert wird er allerdings nie mehr erhalten. 

Als Familienhund ist der Cao de Agua hervorragend geeignet. Er ist sehr kinderlieb, freundlich, aber auch wachsam. Fremde zeigt er an, ohne ein Kläffer zu sein. Er steckt voller Energie und benötigt ausreichend Bewegung und Beschäftigung. Wenn er seinen Apportierdrang und seine Wasserfreude ausleben darf, ist er ein ausgeglichener Hund, mit dem man keine Probleme haben wird.


Charakter

Der portugiesische Wasserhund hat ein starkes Selbstbewusstsein, viel Temperament, kann auch mal etwas eigensinnig sein. Mit liebevoller Motivation und viel Lob ist er aber leicht erziehbar. Er will aber täglich ausreichend beschäftigt werden und zeigt im Sport seine Unermüdlichkeit. Er ist ein außergewöhnlich intelligenter Hund, begreift sehr schnell und ist Mensch und Tieren gegenüber grundsätzlich freundlich eingestellt.

Der Cao de Agua wird bis zu 57 cm groß, Hündinnen bis 52 cm. 
Er hat langes, dichtes meist verwuscheltes Fell, das wasserfest ist. 
Die Cao de Agua gibt es von hellbeige, bräunlich, bleigrau bis schwarz. 
Um Lungen und das Herz vor der Kälte des Wassers zu schützen, hatte man damals die Hunde von der Rückenmitte abwärts geschoren. Das ist noch ein Relikt aus der Vergangenheit, wird aber meist heute noch so gehalten („Löwenschnitt“). 

Der Körperbau ist robust und ausgewogen, die Bewegung ruhig und kontrolliert. Bezeichnend sind seine großen Schlappohren. Der Kopf ist kurz, rundlich mit breiter Schnauze. Die Beine sind mittellang und kräftig mit Schwimmhäuten zwischen den Zehen. Die Rute ist lang, hängend, spitz zulaufend, etwas nach oben getragen.

 

Pflege

Um der Bildung von Filz vorzubeugen, sollte der portugiesische Wasserhund mindestens 1 x pro Woche gründlich gebürstet werden. Auch tote Haare werden so ausgekämmt und das Fell bekommt dadurch seinen Glanz. Baden ist normalerweise nicht nötig, wenn der Hund ausreichend Möglichkeit hat, in einem natürlichen Gewässer seiner Schwimmfreude nachzugehen. Trotzdem kann ein gelegentliches Bad nötig sein, aber nicht zu oft. Wer mit seinem Cao de Agua auf Ausstellungen gehen möchte, muss ihn dort mit dem typischen „Löwenschnitt“ präsentieren. 



Vereine:

Associao para a Proteccao do Cao de Agua Portugues
Alcabideche, Telefon ++351 214 690 276

Clube do Cao do Agua Portugues
Cacem, Telefon ++351 214 312 764

Portugiesischer Wasserhunde Klub der Schweiz 
(Portuguese Waterdog Club of Switzerland)
Cao de Agua „von Winikon“
Dorfstrasse 5, CH- 6235 Winikon, 
Tel. ++41 - (0)41/933 02 83, Fax: ++41 - (0)41/ 933 02 64
 

Internet:

Diese Seite ist in portugiesisch. Eine englische Version wird vorbereitet.

Boomer& Rocky's Website
 



Text: Rolf Schrag und Kim           Fotos: Corinne Kaufmann, John Leader (fullboom, lawndogs)
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