Schwimmweste für Hunde


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Hundefotoshooting

Schwimmende Hunde – nicht nur ein großer Spaß

Wuff, Wuff, Wuff...“
- gefolgt von einem lauten „Platsch“!

Wer diese Laute an einem Gewässer hört kann sich ohne die Ursache zu sehen gleich denken woher sie stammen.

Kaum etwas übt auf Hunde eine größere Anziehungskraft aus wie das Wasser. Viele von ihnen sind wahre Wasserratten – wobei es natürlich auch echte Sensibelchen gibt die das Wasser scheuen.

Foto: Briard beim Sprung ins Wasser


Die meisten Hunde können quasi von Natur aus schwimmen, obwohl sie selten von Anfang eine große Schwimmbegeisterung aufweisen.

So gibt es Hunderassen welche bereits als Welpe schwer vom Wasser fern zu halten sind wie dem Labrador, Neufundländer, Landseer, Schäferhund oder Golden Retriever.

Andere Hunderassen wie der Dobermann, Rhodesian Ridgeback, Deutsche Dogge oder Dalmatiner, müssen sich erst mit dem feuchten Element anfreunden.

Wenn sie es lieben gelernt haben, sind sie jedoch oft nicht mehr aus dem Wasser heraus zu bekommen!

Foto: Dalmatiner Hündin beim Wasserplantschen - sie liebt es!


Bevor Hundehalter mit ihrem Hund an einem See oder Fluss schwimmen gehen, sollten sie vorab klären, ob dort freilaufende Hunde und das schwimmen erlaubt sind. Hierzu gibt es diverse Informationsseiten im Internet speziell zu den einzelnen Bundesländern, Gemeinden und Städten.

Auch sollte der vorsorgliche Hundealter genau die Stelle untersuchen, an welcher er mit seinem Hund ins Wasser möchte. Liegen dort Scherben, spitze Steine, Äste oder Unrat herum, sollte zum Schutz der Hundepfoten auf ein erfrischendes Bad verzichtet werden.

Aber auch auf Gefahren die man nicht gleich erkennt sollte geachtet werden. Manchmal ist das Wasser am Rand schön seicht, aber kaum hat der Hund sich davon entfernt, wird er von einem Strudel unter Wasser gedrückt. Gerade kleine Hunde oder ungeübte Schwimmer haben hier kaum eine Chance.

Foto: Tibet Terrier beim Ballspielen

Etwas was auch vor allem recht Kleine Hunde betreffen könnte ist die Tatsache, man ist nie alleine. In manchen Gewässern leben Welse die so groß sind, das sie ohne Probleme einen kleinen Hund als Mahlzeit betrachten könnten.

Zu all diesen Fragen der Gewässer kann man sich entweder bei der Stadt oder Informationen im Internet einholen.

Hat sich der Hundehalter einen Überblick verschafft und alles ist im grünen Bereich, sollte dem Badespaß des Hundes keine Grenze mehr gesetzt sein.

Schwimmen ist jedoch nicht nur Spaß für den Hund, sondern dient auch seiner Gesundheitsförderung.

Foto: Kaninchenteckel mit seinem großen Kumpel - einer Deutschen Dogge!


Alte und kranke Hunde können bei schonendem schwimmen mit vielen Pausen ihr Herz-Kreislaufsystem nachweislich verbessern. Durch die geringe Belastung der Gelenke bei der Bewegung im Wasser hilft schwimmen nach einer OP mit längerem Bewegungsausfall oder Lähmungserscheinungen dem Hund beim gezielten Muskelaufbau. Vorbeugend hilft schwimmen gegen Arthrose, Wirbelsäulenerkrankungen, Herz-Kreislauf- oder Gewichtsproblemen der Hunde.

Hunde die das erste Mal am Wasser sind reagieren bisweilen ängstlich. Hier sollte keinerlei Zwang auf den Hund ausgeübt, sondern ihm alle Zeit der Welt gegeben werden. Stress und Panik könnten sich ansonsten manifestieren und einen ungetrübten Badespaß in der Zukunft zunichtemachen. Am besten sucht man sich für das „erste Mal“ einen flachen Einstieg ins Wasser und wartet ab was passiert. Überwindet der Hund seine Angst nicht, kann der Hundehalter versuchen sein Lieblingsspielzeug ins Wasser nahe am Uferrand zu werfen um den Hund zu animieren hinein zu laufen.

Foto: Ist erst die Angst überwunden - ist alles möglich! :-).

Manchmal hilft es die Scheu vor dem nassen Unbekannten zu überwinden, wenn sein bester Kumpel oder sein Hundehalter mit ihm gemeinsam ins Wasser warten. Bei den ersten Malen sollte jedoch der Hundekumpel als Begleiter nicht zu ungestüm ins Wasser springen, denn aufspritzendes Wasser könnte den Wasserneuling noch weiter verunsichern.

Welpen lernen am besten durch Zugucken und Nachahmen der Großen. Schnell werden sie so ihre Wasserscheu verlieren und Freude am sich Nassmachen finden.

Ist der Hund eine echte Wasserratte wird er schnell das nasse Element lieben lernen, aber auch wenn nicht, so gibt es viele andere schöne Aktivitäten für Hund und Mensch die beiden Spaß machen.

Foto: Berner Sennenhund Welpe lernt von einem Großen.


Hunde die Wasser lieben sind nicht mehr zu halten wenn sie nur in die Nähe einer Pfütze kommen. Ist es gar ein Fluss oder Meer wird laut bellend protestiert wenn man sie nicht schnell genug von der Leine nimmt. Vor dem schwimmen sollte dem Hund nach Möglichkeit ein eng sitzendes Halsband angelegt werden. Sitzen Halsbänder zu locker, kann sich der schwimmende Hund darin verheddern und im schlimmsten Fall ertrinken.

Dann aber Leine los, doch Vorsicht, ein Sprung ins kalte Wasser bei hoch sommerlichen Temperaturen kann ebenso wie bei Menschen zu Herz-Kreislauf Problemen führen. Es ist also ratsam, den Hund zunächst langsam ins Wasser gehen zu lassen und erst nach einer kurzen Eingewöhnungszeit von der Leine zu nehmen. Gefährlich wird es jedoch auch dann, wenn der Hund zuvor gefressen hat. Ähnlich wie es auch beim Spielen und Toben nach den Mahlzeiten gehalten werden sollte, kann es mit vollem Magen zu einer gefährlichen Magenüberdrehung kommen.

Foto: Jack Russell Terrier - Jetzt gibt es kein Halten mehr!


Werden die Tage kühler, ist es ratsam den durch das spielen aufgeheizten Hund mit einem Handtuch trocken zu rubbeln, damit er nicht auskühlt und krank wird. Außerdem bietet nasses am Körper liegendes Hundefell keinen Schutz vor der Sonne mit seinem UV Licht, denn auch Hunde können Sonnenbrand bekommen. Das ab rubbeln des Hundes und trocknen des Felles beugt hier vor.

Spielende Hunde im Sommer sind nicht nur für den Hundehalter, sondern auch für Spaziergänger und andere Badende schön anzusehen. Doch wie bei allem, geht es auch hier nur mit einem friedlichen „Miteinander“.

Foto: Zwei Australian Shepherd laufen um die Wette!


Ins Wasser stürmende Hunde in der Nähe von Badenden oder kleinen Kindern wirbeln eine Menge hoch. Wasser gemischt mit Sand oder kleinen Steinchen kann in empfindliche Menschenaugen fliegen was unangenehm und gefährlich ist, gerade für Kinder.
Das gleiche gilt wenn Hunde das Wasser verlassen. Ein sich „schütteln“ ist für sie quasi ein Muss. Wenn das Fell nass und voller Sand ist, fliegt dabei dem Menschen in seiner Nähe mancher Dreck und Schmutz um die Ohren. Manche Hunde suchen gar bewusst die Nähe der Menschen, quasi um sich an ihren Hosenbeinen trocken zu rubbeln. Hier hilft nur ein schnelles abrufen des Hundes um ihn zu sich und weg von den anderen Menschen zu bringen. Natürlich wäre es besser, man würde dem Hund zeigen (beibringen) wie er sich richtig zu verhalten hat, aber das ist gerade zu Anfang bei den vielen neuen Eindrücken beim Wasser tollen nicht immer so leicht.
An allen Gewässern sollte Fairness gelten und genügend Abstand zu einander gehalten werden um möglichen Problemen zwischen Hundehaltern, Spaziergängern oder Badenden gleich aus dem Wege zu gehen.

Foto: Hund und Mensch genießen gemeinsam das kühle Wasser.


Hunde überschätzen sich oft und wissen nicht wann es genug ist, daher sollte der Mensch darauf achten und für genügend Pausen nach dem Bad sorgen.

Eine besondere Beachtung sollte man seinem Hund schenken, wenn es ans Meer mit seinem Salzwassergehalt geht. Vor dem Bad sollte der Hund auf Risse oder kleine Wunden, vor allem in den empfindlichen Hundepfoten untersucht werden. In offene Wunden eindringendes Salzwasser brennt fürchterlich und kann zu Entzündungen führen. Auch sollte man seinen Hund gut genug kennen um zu wissen was für ein Hauttyp er ist. Sand oder Salzwasser im Hundefell können auf Hunde unterschiedlich wirken. Zum einen wirkt es auf die Haut wie Schmirgelpapier und kann diese schädigen – zum anderen kann es aber auch eine heilende Wirkung für empfindliche Haut- und Ekzem geplagte Vierbeiner besitzen. Am besten nimmt der fürsorgliche Hundehalter genügend klares Wasser zum Ausspülen mit – auch um dem Hund ständig frisches Wasser anbieten zu können. Ansonsten besteht die Gefahr das Hunde ihren Durst im salzigen Meerwasser stillen.

Foto: Golden Retriever apportiert einen Ball selbst bei Wellengang.


Aus zweierlei Hinsicht gibt es auch Gefahren bei den als Entengrütze bekannten kleinen Wasserlilien. Diese sehen wie winzige grüne Erbsen aus und bedecken meist vollständig Teiche und Seen. Hunde verschätzen sich oft und denken es wäre ein fester Untergrund. Sie springen mit einem mächtigen Satz darauf, nur um dann sogleich völlig überrascht einzutauchen. Bei diesem Schreck kann der Hund eine Menge Wasser schlucken oder gar vergessen zu schwimmen.

Beides ist gefährlich, zumal kleine Wasserlilien reich an Radium sind. Dies kann bei dem ansonsten robusten Hundemagen zu Infektionen führen und dem daraus trinkenden Hund sollte unbedingt Einhalt geboten werden.

Foto: Keine grüne Wiese - sondern ein Wasserlilienteppich!


Zubehör für Badespass mit dem Hund

Abschließend kann somit aufgezählt werden was Hundehalter zum Baden mit dem Hund mitbringen sollten:

Schüssel, genügend Wasser, Proviant, Handtuch, Decke für die Pause und eventuell Aloe-Vera Sun Lotion für die Gesichter (Ohren, Schnauzen) der Hunde


..und dann kann der Sommer kommen und wieder viele, viele schöne Hundefotos geschossen werden ;-)




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