Eine neue
Möglichkeit für invalide Hunde:
Der
Hunderollwagen
| Gründe gibt
es viele, dass Hunde oder andere Tiere nicht mehr laufen können: Bei
Nervenerkrankungen, Muskelschwund, Blockaden, Querschnittslähmung,
Schlaganfall oder degenerativen Veränderungen können die Gliedmaßen
vorübergehend oder bleibend gelähmt sein. Üblicherweise
wird dann das Tier eingeschläfert. Auch Tierärzte raten dazu,
da sie keine Alternative wissen.
Falls die erkrankten
Tiere aber trotz der Behinderung noch agil und kräftig sind und keine
Schmerzen haben, gibt es jedoch eine Alternative:
den Hunderollwagen.
Behinderte Tiere
brauchen, genau wie behinderte Menschen kein Mitleid, sondern lediglich
die Möglichkeit zur Anpassung an ein normales Leben.
Häufig neigen
Menschen dazu, aus falschem Mitleid oder auch aus einer gewissen Bequemlichkeit
heraus, ein behindertes Tier "erlösen" zu wollen. Sie vergessen, dass
diese Tiere gerne leben, weil sie mit ihrer Behinderung umgehen können.
Liegt eine Gehbehinderung vor, kann das Tier mit einem Rollwagen nach einer
kurzen Eingewöhnungszeit fast genauso flexibel sein wie ein gesundes
Tier.
| In den USA werden
Rollwägen hergestellt, die durch langjährige Erfahrung optimal
verarbeitet und trotz eventuell ungünstigem Wechselkurs preiswerter
als deutsche sind. Jeder Wagen wird maßgefertigt, für fast jede
Tierart kann ein Rollwagen hergestellt werden. So gibt es bereits Hunde,
Katzen, Ziegen und sogar Kaninchen, deren Leben durch einen Rollwagen wieder
lebenswert wurde.
Die Räder sollen
möglichst groß und luftbereift sein, um ein leichtes Rollen
zu gewährleisten. Im Sturz angebracht, verringern sie die Gefahr des
Kippens bei ungestümer Fahrt. Das Gestänge muss leicht (Aluminium)
und bequem zu verstellen sein, um den Wagen optimal an den Tierkörper
anzupassen. |
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Ein Erfahrungsbericht:
Es war klar, dass wir eines
Tages eine Laufhilfe haben müssten, denn unser 9-jähriger Boxer
Efendi hatte von klein auf eine Blockade in der Halswirbelsäule. Sein
Gesundheitszustand wechselte häufig und dank der Homöopathie
konnte er jahrelang sehr gut laufen und rennen.
Aber letzten Winter lief
er plötzlich nur noch 50 -100 Meter und wir begannen mit der Suche
nach einer Lösung. Zuerst steckten wir die Hinterläufe in gepolsterte
Schlaufen und trugen damit des Hinterteil, aber Efendi hat kräftige
Vorderbeine und so rannte er los und wir "flogen praktisch hinterher".
Das war also keine Lösung.
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Hilfe bekamen wir von
einer Tierhilfsorganisation, die uns auf einen amerikanischen Hersteller
von Rollwagen aufmerksam machte. Diese Wagen entsprachen unseren Vorstellungen.
In Köln hatte eine Hündin bereits einen solchen Wagen und Efendi
durfte mit diesem probefahren, was auf Anhieb klappte.
Kurze Zeit später
traf auch Efendis "maßgeschneiderter" Rollwagen ein und seit er ihn
hat, ist Efendi ein glücklicher und zufriedener Hund. Es gibt kaum
ein nicht zu bewältigendes Gelände, ob Bachlauf oder Bordsteinkante
- dies alles ist kein Problem für ihn.
Endlich kann er auch wieder
mit anderen Hunden spielen und toben. Manche sind zwar zuerst etwas irritiert,
aber das legt sich schnell. |
Seine Frisbee kann er zwar
nicht mehr im Flug fangen, aber er kann ihr nach laufen und sie wieder
holen. Ebenfalls spielt er wieder Fuß- bzw. Schnauzball, ohne ein
Ende zu finden, eine seiner Leidenschaften.
Leider ist die Reaktion
der Menschen auf Efendi in seinem Rollwagen gespalten, doch die meisten
finden es toll, dass unser Hund damit nun wieder laufen kann.
Auch wir sind glücklich
und zufrieden, dass wir eine so gute Lösung gefunden haben.
Ilona und Bernd Hinkelbein
mit Efendi
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