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Die Entwicklungsstadien im Hundeleben
Entwicklung der Welpen
Hundewelpen sind sogenannte Nesthocker, sie werden völlig hilflos geboren. Ein Wurf besteht aus etwa 2 bis 6 Welpen, nur selten wird lediglich ein Welpe geboren. Hatte die Hündin bereits mehrere Geburten, kann ein Wurf auch mal aus 10 oder mehr Welpen bestehen. Die Welpenstatt wird von der Mutterhündin sauber gehalten, indem sie die Ausscheidungen der Babys ableckt. Mit der Zunge werden die Kleinen von ihrer Mutter sowohl gereinigt als auch massiert, um die Verdauung anzuregen.
Obwohl sie bereits bei der Geburt ein flaumiges Fell haben, sind sie sofort krabbelnd auf Wärmesuche. In der sogenannten Vegetativen Phase sind alle lebenserhaltenden Funktionen genetisch verankert. Die Welpen können noch nicht laufen, nicht sehen und nicht hören. Instinktsicher krabbelnd finden die Kleinen die warme Milchquelle. Die Muttermilch ist in den ersten drei Lebenswochen die einzige Nahrungsquelle der Welpen. 
Von der Geburt bis zur 2. Lebenswoche:
Hundewelpen, noch völlig hilflosDie Stimme wird bereits genutzt: Beim Saugen kann man die Welpen wohlig schmatzen und grunzen hören. Ist ihre Suche nach Wärme oder Milch nicht sofort erfolgreich, beschweren sie sich lautstark mit fiepsenden, quengelnden Tönen.
Von der 2. bis zur 3. Lebenswoche:
Hundebabys im Alter von 2 WochenUm den 10. bis 13. Lebenstag öffnen sich langsam die Augen und Gehörgänge. Mit noch schmalen Sehschlitzen beobachten die Welpen interessiert erstmals ihre Geschwister und die Mutter. Sie zeigen erste Reaktionen auf Geräusche. Nun erfolgt die erste Kontaktaufnahme mit der Umwelt.
3 Wochen alte Hundewelpen schlafen noch viel.In den nächsten Tagen (etwa ab dem 18. Lebenstag) folgen zaghafte Laufversuche. Die Muskeln der Beine müssen erst aufgebaut werden, die Welpen torkeln und fallen häufig um. Aber in nur wenigen Tagen haben sie ihr Gleichgewicht gefunden und erkundigen munter tapsend schon ihre Umgebung. Die Stimmen der Welpen werden lauter und im Alter von etwa 3 Wochen folgen erste Belltöne. Mit dem Neuerwachen der Sinne bekommen die Welpen nun auch erste Eindrücke des Sozialverhaltens durch ihre Mutter und die Geschwister. 
Hundebaby: Von der 4. bis 7. Lebenswoche:
Eine sehr wichtige Zeit im Leben eines jeden Hundes stellt die Prägephase dar, die in der 4. Lebenswoche beginnt und etwa bis zur 7. Woche andauert. In dieser Zeit können und müssen die Welpen unglaublich viel verarbeiten und schnell lernen. Spielerisch werden die ersten Rangkämpfe unter den Welpen ausgetragen. Die ersten Milchzähne wachsen
Mit 4 Wochen sind dem Welpen Menschen bereits sehr vertraut
Nun ist auch der richtige Zeitpunkt, um die Kleinen an möglichst viele Eindrücke zu gewöhnen, die jeder Hund kennen sollte. Alle Lebewesen, Situationen und Impressionen, die der Welpe jetzt kennen lernt, prägen sich in seinem Gedächtnis ein und er wird sie nie mehr vergessen. Je mehr er lernt, desto weniger wird er sich in Zukunft von ungewohnten Situationen oder Geschöpfen ängstigen lassen. Er untersucht ausgiebig schnüffelnd jeden Gegenstand, Mensch oder Tier und steht allem Neuen offen und neugierig gegenüber. Jetzt kann ihm auch bereits die erste feste Welpennahrung zusätzlich zur Muttermilch angeboten werden.

Vor Abschluss der Prägephase sollten die Welpen keinesfalls bereits von ihrer Mutter dauerhaft getrennt werden. Werden Hundebabys in dieser wichtigen Entwicklungsstufe zu sehr isoliert bzw. mit nur wenigen Situationen und Eindrücken konfrontiert, sind spätere Verhaltensstörungen nicht nur möglich sondern fast vorprogrammiert. 

Labrador Retriever Welpe Inka im Alter von 5 Wochen.In dieser Zeit sollten beispielsweise unbedingt Kontakte zu Menschen (besonders auch Kindern) und Artgenossen erfolgen. Der Charakter des Welpen wird für sein ganzes Leben entscheidend geprägt.
Ausreichend Bewegung und Spielen mit Artgenossen ist nicht nur körperlich wichtig für die Welpen, sondern auch für die Entwicklung der Psyche.
Hundebaby: Von der 8. bis 12. Lebenswoche:
Die Sozialisierungsphase beginnt etwa mit der 8. Lebenswoche und reicht bis zur 12. Woche. Die Hundebabys erlernen das soziale Verhalten innerhalb der Familie und des Rudels. Neben weiteren Kontakten zu Menschen und der Umwelt ist in dieser Phase der Kontakt mit anderen Hunden besonders wichtig für die künftige Entwicklung der Hundekinder. 
Die Umwelt wird gründlich erkundetSpielerisch wird das Verhalten untereinander erlernt.
Muttermilch wird nicht mehr benötigt und die Hundemama lässt die Kleinen kaum noch saugen. Da nun auch die ersten Zähnchen voll entwickelt sind, ist das Saugen für die Hundemutter nun schmerzhaft.
Ab der 10. Woche ist der früheste Zeitpunkt, um einen Welpen in seine neue Familie abzugeben. 
 

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Copyright 09/2002 © Tierwissen.de
Text: Kim  Fotos: Nadine Seiler, Kim, Uli Noll
Layout: Chaweradesign



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