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Das Zwergkaninchen
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Haltung in der Wohnung
Haltung auf dem Balkon
Haltung im Aussengehege
Kaninchen mit anderen Tieren

Haltung
 

Eines gleich vorweg: Ein Zwergkaninchen sollte auf keinen Fall einzeln gehalten werden. Am besten ist es, wenn man ein Weibchen und ein kastriertes Männchen zusammen hält. Auch zwei weibliche Tiere verstehen sich gut, besonders wenn sie gemeinsam aufgewachsen sind. Unkastrierte Böckchen sollte man unter keinen Umständen zusammen halten, da diese sich, wenn sie geschlechtsreif werden, bis zum Tode bekämpfen können. Dagegen können kastrierte männliche Kaninchen super Kumpels werden.

Kaninchen brauchen täglich mindestens zwei Stunden Auslauf. Bevor man sie in der Wohnung laufen lässt, sollte man jedoch sämtliche Kabel verstecken, damit nichts angeknabbert werden kann und das Kaninchen keinen Stromschlag bekommen kann. Am artgerechtesten ist es jedoch, die Kaninchen in einem Stall mit Freilauf zu halten. Hier haben sie die Möglichkeit, jederzeit selbst zu entscheiden, ob sie sich drinnen oder draußen aufhalten möchten. Man sollte jedoch bedenken, dass sich Kaninchen jederzeit unter dem Zaun des Geheges durchgraben können. Abhilfe schafft hier ein Kaninchendraht, der ca. 50 - 100 cm unter dem Gehege im Boden verlegt wird.

Wenn man sein Kaninchen draußen halten will, sollte das Kaninchen im Frühjahr (wenn es keinen Bodenfrost mehr gibt) gekauft werden, denn dann hat es die Möglichkeit, sich bis zum Winter dem Klima anzupassen und das Winterfell entwickelt sich. Dies gilt auch, wenn man die Kaninchen auf dem Balkon halten möchte. Oder man behält das Kaninchen bis zum Frühjahr im Haus und setzt es, nachdem es keinen Bodenfrost mehr gibt, in sein Freigehege. Aber auch in einem Außengehege möchte ein Zwergkaninchen beschäftigt sein. 

Das Kaninchen in der Wohnung

Man sollte für den Standort des Käfigs einen vor Zugluft geschützten Platz wählen. Auch sollte der Käfig nicht im Wohnzimmer neben dem Fernseher stehen. Am besten geeignet ist ein ruhiger Platz, der aber nicht zu abgelegen in der Wohnung liegt, damit das Kaninchen in das tägliche Geschehen mit eingegliedert ist.

Das Kaninchen auf dem Balkon

Ein Kaninchen auf dem Balkon zu halten, kann auch eine gute Haltungsform sein, sofern sich die Tiere nicht selbst überlassen werden und ausreichend Ansprache erhalten. Hier sollte man jedoch beachten, dass man dann keinen Käfig (wegen der Zugluft), sondern einen Außenstall als Behausung für die Tiere wählt. Auf jeden Fall sollte der Balkon kaninchensicher gemacht werden, d.h. am besten ein Katzennetz spannen und alle Löcher sowie Geländerzwischenräume verschließen. Viele Balkone haben Geländer, die aus einzelnen Brettern bestehen, durch die das Kaninchen herunter fallen könnte. Hier erfüllt ein Hasendraht, im Gartenhandel erhältlich, seinen Dienst. Einfach rund um den Balkon spannen. Außerdem muss sicher gestellt sein, dass keine Nachbarkatzen oder andere Raubtiere Zugang zum Balkon haben.

Das Kaninchen im Außenstall mit oder ohne Gehege

Außengehege, mit Schutznetz abgedecktAußengehege, mit Schutznetz abgedeckt
Außengehege, mit Schutznetz abgedecktAußengehege, mit Schutznetz abgedeckt

Auf jeden Fall darauf achten, dass der Standort wettergeschützt ist! Der Stall sollte  Wind, Regen und direkten Sonneneinstrahlungen nicht ausgesetzt sein.
Wenn der Freilauf am Stall anschließt, dann auf genügend Schatten achten! Auch hier werden im Fachhandel alle Größen und Formen angeboten. Natürlich kann man sich den Stall auch nach eigenen Vorstellungen selbst zusammen zimmern.

Im Sommer können die Kaninchen den Tag in einem Freilauf im Garten verbringen, auch wenn sie in der Wohnung gehalten werden. Achten Sie bitte immer auf ausreichend Wasser und Schattenplätze. 

Im Zoofachhandel werden diese Ausläufe in allen Größen und Preisvarianten angeboten. Unbedingt beachten, dass der Freilauf mit einem Netz vor Katzen, Hunden und Greifvögeln gesichert ist.

{02} Kaninchen welche bisher nur Wohnung oder warme Stallung gewohnt waren, müssen langsam an ein Leben in der freien Natur heran geführt werden. In der Winterzeit dürfen diese Tiere auf keinen Fall in einen Außenstall untergebracht werden. Wie bei allen Tieren, wächst das Winterfell auch beim Kaninchen der Kälte entsprechend. Ein Tier was im Herbst im warmen war, wird immer ein dünneres Winterfell besitzen als ein an Außentemperaturen gewöhntes Kaninchen. Nicht selten gibt es Tiere die noch nie draußen waren und keinen Fellwechsel vornehmen. Achtet man nicht darauf, können Erkrankungen der Atemwege, Erfrierungen oder sogar Tod des Kaninchen drohen.

Erst wenn kein Bodenfrost mehr droht, also bei uns so ab Ende April, Mitte Mai, darf man sein Kaninchen daran gewöhnen, dass es nun „raus“ darf. Je nachdem ob man das Kaninchen bereits länger hat und weiß was es zu fressen bekam, oder man es ein Neuzugang ist, sollte bedacht werden – an Gras müssen sich diese Tiere unter Umständen auch erst gewöhnen. Bitte zuerst nur Stundenweise fressen lassen oder zuvor langsam durch Gras Zufütterung daran gewöhnen denn die Verdauung muss sich erst darauf einstellen. Das gleiche gilt bei nassem Gras, also bei Regen oder Morgentau, hier drohen beim übermäßigen Fressen Durchfall. Tiere die schon länger draußen leben lernen wie viel nasses Gras für sie gut oder schlecht ist.

Um sein Kaninchen an all dieses zu gewöhnen, und um ihn die Chance zu geben noch bis zum Winter in den Fellwechsel und somit einen dicken Pelz zu zulegen, sollten sie spätestens bis Ende August ausgestallt werden.

Kaninchen welche schon sich bereits im fortgeschrittenen Alter befinden oder in einem schlechten Ernährungs- oder Gesundheitszustand sind, besitzen zumeist nur eine dünne Unterhautfettschicht. Auch sind sie aufgrund ihres Zustandes nicht mehr so agil um sich zu bewegen, was sie auch nicht aufwärmt. Sie werden somit schnell frieren oder schlimmeres. Hier gilt es die Tiere wieder ins Warme zu bringen oder für ausreichende Wärmeisolierung und/oder Wärmelampe im Außengehege zu sorgen. {02}


Kaninchen und andere Tiere

Ein großer Hund könnte das Gitter mit seinen Krallen öffnenEin großer Hund könnte das Gitter mit seinen Krallen öffnen
Ein großer Hund könnte das Gitter mit seinen Krallen öffnenEin großer Hund könnte das Gitter mit seinen Krallen öffnen
Ein großer Hund könnte das Gitter mit seinen Krallen öffnenEin großer Hund könnte das Gitter mit seinen Krallen öffnen
Ein großer Hund könnte das Gitter mit seinen Krallen öffnenEin großer Hund könnte das Gitter mit seinen Krallen öffnenEin großer Hund könnte das Gitter mit seinen Krallen öffnen
HundeNie die Kaninchen unbeaufsichtigt mit dem Hund alleine lassen! Der Hund könnte das Kaninchen als Beute ansehen! Hunde und Kaninchen gewöhnen sich leichter aneinander, wenn der Hund jung ist! 
KatzenHier gilt die gleiche Vorsicht wie beim Hund! 
MeerschweinchenViele Kaninchen werden mit Meerschweinchen zusammen gehalten. Eigentlich vertragen sich diese beiden gut, nur gibt es zwischen ihnen keine Verständigung. Deswegen ist es zu empfehlen, jedem einen Partner der gleichen Gattung zur Seite zu stellen.
Hamster, Mäuse, RattenKönnen sich evtl. verstehen, ist aber nicht zu empfehlen.
 
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Copyright 04/2003 © Tierwissen.de
Text: Nike und Kim  {02} Ergänzung Haltung B. Mielewczyk Fotos: Nike und Kim
Layout: Chaweradsign



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