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Sachsengold 

 

Kaninchen der Rasse Sachsengold sind in der Öffentlichkeit nicht sehr bekannt, obwohl es sich um außergewöhnlich schöne Tiere handelt. Sachsengold-Kaninchen besitzen ein wunderschönes rötlich gold schimmerndes Fell, was ebenso wie die Herkunft auch in der Namensgebung berücksichtigt wurde. Es ist eine noch sehr junge Kaninchenrasse, die sich aber steigender Beliebtheit erfreut.

Geschichte

Im Jahre 1925 wurden die ersten Zuchtversuche für diese wunderbare Rasse, die besonders durch ihre leuchtende Fellfarbe ins Auge sticht, durchgeführt. Richard Bennack aus Röhrsdorf bei Meißen (Sachsen) kreuzte einen strohgelben Rammler mit einer fast einfarbigen (rötlich-gelben) Japanerhäsin. Diese Nachkommen verpaarte er nach und nach mit Gelbsilber, Havanna, Lohkaninchen und Chinchillakaninchen. Das Zuchtziel von Herrn Bennack war ein rötlich-gelbes Kaninchen mit gelbem Bauchfell und sollte den Namen „Goldhase“ erhalten.
 

 

Die Gelbsilber dürften den Weißfaktor in der Rasse vererbt haben. Von den Havanna erhielten die Kaninchen die kräftige braune Augenfarbe und eine intensive Krallenfärbung. Die gewünschte Größe wurde durch die Verpaarung mit Kleinchinchilla-Kaninchen erreicht, ebenso die Körperform und die dichte Unterwolle. Die rötliche Farbe des Fells und der dunkel gelbe Bauch schließlich sind das Erbe der Schwarzloh-Kaninchen. Vermutet wird, dass auch Rote Neuseeländer an dieser Rasse beteiligt waren, dies dürfte aber kaum eine Vererbung hinterlassen haben. 

Durch den 2. Weltkrieg wurde leider, wie auch bei vielen anderen Rassen, beispielsweise den Farbenzwergen, die Zucht unterbrochen. Günter Bennack, der Sohn von Richard Bennack, brachte nach Kriegsende das fertig, was sein Vater leider nicht mehr schaffte: Er vollendete den Standard dieser Rasse mit den restlichen Tieren, die den Krieg überlebt hatten. Die erste Neuzüchtung stellte er im Jahre 1953 in Dresden vor.

Anerkannt wurde das Sachsengold in Deutschland erst 1961, in der Schweiz nochmal 10 Jahre später, 1971.

Steckbrief:

Vom ZDK (Zentralverband Deutscher Kaninchenzüchter) werden Sachsengold unter „Kleine Kaninchenrassen Normalhaar“ eingeteilt.
 

Gewicht2,5 bis 3,25 kg, wobei das Idealgewicht bei 2,75 kg liegt
Körperformgedrungen, kurz, walzenförmig wobei der Rücken eine gerad-linige Form habe soll, die sich nach hinten gleichmäßig abrundet
Ohrenkräftig und gut behaart, aufrecht stehend bei einer Länge von 9,5 – 10,5 cm 
Felldicht, mittellang, gleichmäßige Begrannung, glänzend, viel Unterwolle
Farbeintensives leuchtendes Rotgelb, im gleichen Farbton am ganzen Körper. Lediglich der Bauch und die Blumenunterseite dürfen heller sein. Die Haarspitzen an den Läufen haben ebenfalls eine helle Farbe.
 
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Copyright 07/2003 © Tierwissen.de
Text: Nike und Kim  Fotos: Nike und Kim
Layout: Chaweradsign



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