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Überlegungen vor der Anschaffung eines Haustieres

Der wichtigste Punkt (neben der Tierliebe allgemein) ist sicher, ob und wie viel freie Zeit man täglich erübrigen kann. Ein mehr oder weniger großer Zeitaufwand ist für jedes Haustier täglich einzuplanen:
 

Tierart:ZeitaufwandBeschäftigung
einen großen Hundmind. 3 Std. täglich (je nach Rasse)mind. 3 x Gassi gehen, spielen, füttern. Evtl. Sport, Fellpflege
einen kleinen Hundmind. 2 Std. täglich (je nach Rasse)mind. 3 x Gassi gehen, spielen, füttern. Evtl. Sport, Fellpflege
eine Katzemind. 1 Std. täglichKatzentoilette sauber machen, füttern, spielen
Aquarium15 min. täglichfüttern, reinigen von Scheiben und Wasser 
Papageienvögelca. 2 Std. täglichwenn der Vogel alleine gehalten wird. Bei Gruppenhaltung in Voliere nur füttern und reinigen des Käfigs
Ziervögelca. 15 min. täglichfüttern und reinigen des Käfigs (Gruppenhaltung)
Hamsterca. 15 min. täglichnachtaktiv! Füttern, reinigen des Käfigs 
Meerschweinchen/ Zwergkaninchenmind. 1 Std. täglichbei Einzelhaltung. In Gruppenhaltung nur füttern und reinigen des Geheges/Käfigs.
Chinchillamind. 1 Std. täglichbei Einzelhaltung. In Gruppenhaltung füttern und reinigen des Geheges/Käfigs.
Mäuseca. 15 min. täglichfüttern und reinigen des Käfigs 
Terrariumca. 15 min. täglichje nach Tierart. Füttern und reinigen 
Täglicher Mindestzeitaufwand für Haustiere (nur eine Auswahl der beliebtesten Haustiere)

Ein Tier, das man sich lange gewünscht hat und nach Einholen ausreichender Informationen gezielt angeschafft wurde, landet auch nicht eines Tages im Tierheim. Überlegen Sie sich vorher gut, ob Sie den Zeitaufwand für das gewünschte Tier in Hinsicht auf dessen Lebenserwartung aufbringen können, auch wenn sich an Ihrer Lebenssituation in Zukunft etwas ändern sollte (z.B. neuer Job, Schwangerschaft, Wohnungswechsel).

Auch das zu erwartende Alter der jeweiligen Tierart ist zu berücksichtigen:
 

Tierart:Lebenserwartung in Jahren
ein großer Hundca. 10 – 12 Jahre
ein kleiner Hundca. 12 – 15 Jahre
eine Katzeca. 15 – 18 Jahre
Fischeje nach Art ca. 1 – 5 Jahre
Papageienvögelje nach Art ca. 25 – 40 Jahre
Ziervögelje nach Art ca. 3 – 6 Jahre
Hamster / Ratteca. 3 – 5 Jahre
Meerschweinchen / Zwergkaninchen ca. 5 – 8 Jahre
Chinchillaca. 17 – 20 Jahre
Mäuseca. 2 – 3 Jahre
Streifenhörnchenca. 7 – 10 Jahre
Frettchenca. 8 – 10 Jahre
Schlangen/Echsenje nach Art bis zu 40 Jahre

 
Kinder lieben Hunde als Kumpel

Alle Tiere, auch Kleintiere, sind kein Spielzeug für Kinder! Die Eltern haben die Aufgabe, ihren Kindern den achtsamen Umgang mit einem Tier beizubringen, so dass weder dem Kind noch dem Tier (unbeabsichtigt) ein Schaden zugefügt werden kann. Niemals sollte als Bedingung für die Anschaffung eines Haustieres gestellt werden, dass dem Kind z.B. das Füttern aufgetragen wird. Es ist Sache der Eltern, dafür zu sorgen, dass es dem Tier an nichts fehlt und es gut versorgt ist. Wenn das Kind mithelfen möchte, darf es das natürlich gerne, es sollte aber nicht Pflicht für das Kind sein. Erfahrungsgemäß ist ein Tier für Kinder nur in den ersten Tagen interessant und deshalb müssen die Eltern in der Lage sein, selbst für alle Bedürfnisse des Tieres sorgen zu können.

Innerhalb eines Haushaltes sollten alle Personen gleichermaßen den Wunsch nach dem gewählten Haustier haben. Ist auch nur ein einziges Familienmitglied gegen den Erwerb eines Haustieres, müssen die Für- und Widersprüche weiter ausdiskutiert werden. Ansonsten sind familiäre Konflikte vorprogrammiert und die Leid tragenden sind schließlich die Tiere.

Es muss eine artgerechte Haltung und Pflege des zukünftigen Haustieres sichergestellt sein. Jedes Haushaltsmitglied muss sich seiner Aufgaben und Pflichten gegenüber dem Tier bewusst sein und diese gerne erfüllen:

    Wer sorgt für Futter und frisches Wasser?
    Wer macht die Behausung sauber?
    Wer ist für die Fellpflege zuständig?
    Wer kommt für die Kosten auf?
    Wer geht bei jedem Wetter ggf. spazieren und wann?
Wer sich für ein Haustier entscheidet, muss sich auch von dem Gedanken an eine penibel saubere Wohnung verabschieden.

Tierhaare oder Federn werden von nun an die Wohnung und die Kleidung zieren, das Wegwischen von Pfotenspuren wird zur Routine werden. Bei Jungtieren kann es in der Eingewöhnungszeit zu Pfützen oder Flecken auf dem Teppich kommen. Hundekinder zernagen schon mal gerne einen Pantoffel oder ein Stuhlbein, während Katzenbabys ihre Krallen an der Tapete schärfen könnten. Für ordnungsliebende Menschen könnte anstatt des "sabbernden bücher-zerfleddernden Bernhardiners mit den großen Dreckpfoten" evtl. ein Aquarium die bessere Wahl sein.

Katzen sind meist untereinander gut verträglich.

Tiere sind keinesfalls als spontane, originelle Geschenke für liebe Mitmenschen geeignet! Soll ein Tier geschenkt werden, dann nur nach gründlicher vorheriger Absprache und nach reiflicher Überlegung.

Schließlich sollte man vorher auch überlegen, wo das Tier bei Abwesenheit des Halters (z.B. Urlaub, Krankenhausaufenthalt) untergebracht werden kann.

 
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Copyright 05/2002
Text: Kim  Foto: Peter Drieseen Layout: Chaweradsign



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