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Rochen

Rochen sind aus Film- und Fotomaterial bekannt durch ihr markantes Aussehen und den von anderen Fischen sehr unterschiedlichen Schwimmtechniken. Diese durch das Wasser erhaben schwebenden Rochen gehören zu den Mantas (Teufelsrochen) oder Adlerrochen, denn alle anderen Rochenarten leben eher bodennah und schwimmen weniger spektakulär.

Rochen - Vogel des Wassers Copyright 2002 © Foto: Chawera

Bei diesen meist im freien Wasser lebenden Rochenarten sind die Brustflossen stark vergrößert und können auf- und abwärts bewegt werden, wodurch eine enorme Geschwindigkeit entwickelt wird. Dies erinnert sehr an den Flügelschlag eines Greifvogels, wodurch speziell der Adlerrochen seinen Namen hat. Mantas gehören mit ihren bis zu sieben Metern Breite zu den größten Rochen. Trotz ihrer Größe sind sie äußerst friedlich und ihre Ernährung besteht hauptsächlich aus Plankton und Garnelen. Im Gegensatz zu den anderen Rochenarten die Einzelgänger sind, kann man Adlerrochen in kleinen Gruppen, und Mantas sogar in Herden von mehr als 30-40 Tieren antreffen.

Blaupunktrochen Copyright 2001 © Foto: Familie Mendetzki

Der Blaupunktrochen zählt zu den am Boden lebenden Stachelrochen, welche durch ihre an der Schwanzwurzel befindliche Stachel ihren Namen haben. Diese eine oder mehrere langen giftige Stachel sind mit vielen Wiederhaken versehen, und dienen zur Verteidigung. Fühlen sich diese Tiere bedroht, heben sie ihren Schwanz einem Skorpion gleich über ihren Körper, ihr Stachel wird dem Angreifer drohend entgegen geschwungen.

Ein Stich kann zu sehr schmerzhaften Wunden und Vergiftungen führen, wobei der Stachel häufig abbricht und stecken bleiben kann. Beim Menschen führt solch ein Stich zu einem operativen Eingriff, Vergiftungserscheinungen, Lähmungen vom Herz-Kreislauf-System und im schlimmsten Fall zum Tode.

Von ihren engen Verwandten, den Haien, haben sich die Rochen nicht nur im Aussehen des Körpers, sondern auch in einer Veränderung der Position der Organe entfernt. Die Augen beim Hai liegen vorne seitlich - beim Rochen liegen die auf der Oberseite vom Körper. Die Kiemen beim Hai befinden sich an den Seiten - beim Rochen sind die Kiemen und auch ihr Maul unter dem Bauch zu finden.

Blaupunktrochen Copyright 2001 © Foto: Herbert Heger

Da sich die Rochen sehr häufig im seichten Wasser aufhalten, verwenden sie eine geschickte Tarnung, indem sie sich im Sand eingraben.

Eingebrabener Nagelrochen

Betätigten die Rochen nun ihre Kiemen, würden sie den Unterboden einatmen, wenn nicht die Evolution eine Lösung gefunden hätte. 

Unmittelbar hinter den Augen, befinden sich Öffnungen, durch die Wasser angesaugt, und durch die Kiemenspalten am Unterbauch wieder ausgestoßen wird. Entfernen sich Rochen sich vom Meeresgrund atmen sie jedoch durch ihre Kiemen, dieses gilt auch für den Manta und Adlerrochen. 

Der ausgeprägte Tast- und Riechsinn, zusammen mit einem elektrischen Ortungssystem ermöglicht es dem Rochen, welche ihr Futter ja durch Augen oben - Maul unterm Bauch - nicht sehen können, dennoch ihre Beute zu spüren. 

Rochen sind in allen Meeren verbreitet, dabei vermehrt in den Suptropen und Tropen. Bis auf ein paar Arten, sind alle Rochen ovovivpar, also Jungtiere schlüpfen bereits im Mutterleib aus den Eiern und werden lebend geboren. Je nach Art entwickeln sich die Jungtiere nach 4 bis 14 Monaten. 

Gitarrenrochen Copyright 2002 © Foto: Chawera
Zu der Familie der Rochen gehören:
Zitterrochen, Stachelrochen, Sägerochen, Schmetterlingsrochen, Manta, Adlerrochen, Geichenrochen
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Copyright 2001/2002 © Tierwissen.de Text: Chawera
Fotos:(1,4,6,7) Chawera (2,5) Familie Mendetzki, (3) Herbert Heger
Layout: Chawera


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